Seit Jahrtausenden wirkt die Landwirtschaft auf die Natur und Landschaft, wodurch die derzeitige Kulturlandschaft gepr�gt wird. Dadurch bestimmt die Landwirtschaft als gr��ter Fl�chennutzer in Europa die Nutzung und den Verbrauch der nat�rlichen Ressourcen entscheidend mit.<br>Das Gesamtgleichgewicht der Natur ist durch die Nutzung gest�rt und mu� zur Schonung der nat�rlichen Ressourcen wieder hergestellt werden. Der Druck, den die Landwirtschaft auf die Naturkreisl�ufe aus�bt, ist nicht unerheblich, doch resultiert er oftmals aus der �konomischen Notwendigkeit. <p> Aus dieser Konfliktsituation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz ergibt sich die Aufgabe, �konomisch tragbare Kompromisse f�r jeden Problembereich zu finden. Dies soll in dieser Arbeit durch die Betrachtung zweier umweltpolitischer Instrumente - den Agrarumweltma�nahmen und der Landschaftsplanung- geschehen. Dabei bietet ein Agrarraumnutzungs- und Pflegeplan ein m�gliches Ziel f�r diese Problematik.<br>Die Agrarumweltma�nahmen sind ein Bestandteil der VO (EG) Nr. 1257/99, die u.a. die F�rderung der Entwicklung des l�ndlichen Raumes regelt.<br>Der Rahmen der VO wird von der EU vorgegeben und mu� von den einzelnen Bundesl�ndern durch die Aufstellung von Agrarumweltprogrammen konkretisiert werden. In Schleswig-Holstein gibt es ein Agrarumweltprogramm, das die Mindestanforderungen an Agrarumweltma�nahmen enth�lt. Die Akzeptanz dieses Programmes seitens der Landwirte ist nicht sehr gro�. <p> Neben dem Agrarumweltprogramm gibt es den Vertrags-Naturschutz, der bereits vor den Agrarumweltprogrammen entstand, jetzt jedoch als Erg�nzung zu diesem gesehen werden kann. Diese beiden erg�nzungsw�rdigen Programme werden in dieser Arbeit exemplarisch dem Agrarumweltprogramm des Freistaates Th�ringen gegen�bergestellt, woraus sich Vorschl�ge zur Erg�nzung der Agrarumweltprogramme ergeben.<br>Die Landschaftsplanung ist ein Instrument, indem konkret und ortsbezogen die Erfordernisse und Ma�nahmen zur Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege dargestellt und weitere Planungen naturschutzfachlicher Ziele aufgef�hrt sind. Er ist zwar ein inhaltlich qualitatives Instrument, das aber aus unterschiedlichsten objektiven Gr�nden nicht recht zur Entfaltung kommt (Geisler, 1995). Die Fachplanung f�r den Naturschutz und besteht je nach Planungsebene aus dem Landschaftsprogramm des Landes Schleswig-Holstein, dem Landschaftsrahmenplan f�r einen be-stimmten Planungsraum (regionale Ebene) und den Landschaftspl�nen einzelner Gemeinden. Die Umsetzung der sich aus den Planungen ergebenden Ma�nahmen erfolgt durch andere In-strumente wie z.B. durch die Agrarumweltprogramme oder den Vertrags-Naturschutz und wird selten durchgef�hrt. <br> Die obersten Ziele des Naturschutzes sind im Landschaftsprogramm dargestellt und gelten ebenfalls f�r den Landschaftsrahmenplan und den Landschaftsplan. <br> Diese Ziele werden durch Ma�nahmen auf regionaler Ebene durch den Landschaftsrahmenplan und auf gemeindlicher Ebene durch den Landschaftsplan konkretisiert. Neben dem Landschaftsrahmenplan des Planungsraumes III wird ein Landschaftsplan der Gemeinde Westensee genauer betrachtet und zwei weiteren Landschaftspl�nen gegen�bergestellt. Der Hauptnutzer der Fl�che, die im Landschaftsplan ber�cksichtigt wird, ist die Landwirtschaft, die jedoch in den Planungsvorschl�gen sehr wenig ber�cksichtigt wird. Dadurch entstehen die oben erw�hnten Konflikte.<br>Der Agrarraumnutzungs- und -pflegeplan (ANP) stellt nach Schwabe und Roth (1999) ein zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Gemeindevertretung abgestimmtes, umsetzungsorientiertes Konzept f�r die Nutzung und Gestaltung des Agrarraumes dar. <p>
In dieser Arbeit werden abschlie�end Vorschl�ge zur Erg�nzung des Landschaftsplanes der Gemeinden um einen Agrarraumnutzungs- und pflegeplan unterbreitet, den es bereits exemplarisch im Freistaat Th�ringen gibt. <br> Der Agrarraumnutzungs- und pflegeplan ber�cksichtigt zus�tzlich zur Landschaftsplanung die einzelbetrieblichen Hofstrukturen und die �konomie, wodurch die Agrarumweltprogramme in der Landschaftsplanung zum Einsatz gelangen k�nnen. |